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Prof. Dr. Jürgen Doeblin ehrt Christian Kuhna,
Unternehmenskommunikation Siemens, Eckehart Rotter, Leiter Presse und
Öffentlichkeitsarbeit vom VDA, sowie Hartmut Schick, Leiter Global
Communications von DaimlerChrysler, für die "Beste
Wirtschaftskommunikation 2003" am 10. Juli 2003 in Frankfurt
(v.l.n.r.).
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Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Doeblin
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DaimlerChrysler und Siemens bei den Unternehmen sowie der Verband der
Automobilindustrie (VDA) bei den Verbänden erregen bei
Wirtschaftsjournalisten die größte Aufmerksamkeit für ihre gute und
professionell gemachte Pressearbeit. Dies belegt die Jahresumfrage des
Heroldsberger Wirtschaftsforschungsinstituts Dr. Doeblin bei 285
Wirtschaftsjournalisten. Auf den nächsten Rängen folgen die Deutsche
Lufthansa, BMW und Volkswagen. Unter den Verbänden steht die
Pressearbeit des Bundes der Steuerzahler und des BDI bei den
Wirtschaftsjournalisten – nach dem VDA – hoch im Kurs. Im
Vorjahresvergleich konnten die Deutsche Lufthansa, TUI sowie
Unternehmen der chemisch/pharmazeutischen Industrie wie Bayer, BASF und
Schering ihre Rangplätze deutlich verbessern. Während DaimlerChrysler
für seine internationale Kommunikation die besten Noten erhält, loben
die Wirtschaftsjournalisten Siemens für kompetente Gesprächspartner im
Falle eines dringenden Informationsbedürfnisses. Für die "Beste
Wirtschaftskommunikation" zeichnete Instituts-Chef Professor Jürgen
Doeblin am 10. Juli in Frankfurt Hartmut Schick, Leiter Global
Communications von DaimlerChrysler, Christian Kuhna,
Unternehmenskommunikation Siemens, sowie Eckehart Rotter, Leiter Presse
und Öffentlichkeitsarbeit vom VDA, aus.
Das Institut fragte die Wirtschaftsjournalisten auch danach, welche
Unternehmen durch eine Führungsspitze mit strategischem Weitblick
beeindruckten. Auf den Spitzenplatz konnte sich Porsche platzieren vor
BMW, der Deutschen Lufthansa und DaimlerChrysler. Die
Auseinandersetzung mit der Deutschen Börse um die kurzfristige,
quartalsweise Berichterstattung hat dem Image von Porsche-Chef Wendelin
Wiedeking bei Wirtschaftsjournalisten offensichtlich nicht geschadet.
Generell allerdings erfahren die Führungsgremien der Wirtschaft eine
kritische Beurteilung. Neun von zehn Wirtschaftsjournalisten stimmen
der Aussage zu, in vielen Vorständen und Aufsichtsräten habe sich in
den letzten Jahren eine "Selbstbedienungsmentalität" auf Kosten von
Aktionären, Gläubigern und Mitarbeitern entwickelt. Und auch der
langjährig gepflegte Konsens zwischen Unternehmern und Gewerkschaften
besitzt für Wirtschaftsjournalisten kaum noch Attraktivität. Für über
die Hälfte der Wirtschaftsjournalisten behindert der "soziale Konsens
zwischen Kapital und Arbeit" die internationale Wettbewerbsfähigkeit
der deutschen Wirtschaft. In der Umfrage 1997 hatte nur jeder vierte
Wirtschaftsjournalist eine negative Einstellung zu der für Deutschland
typischen Konsenspflege.
Schwierig gestalte sich auch die "kommunikative Gefechtslage" der
Gewerkschaften. Den Vorschlägen von DGB, IG Metall und ver.di fehle es
aus Sicht der Wirtschaftsjournalisten an Kompetenz – dennoch erhielten
die Pressestellen der Gewerkschaften für ihre Arbeit noch akzeptable
Noten.
Die Wirtschaftsjournalisten klagen allgemein darüber, dass die
Pressearbeit vieler Unternehmen und Verbände nicht auf ihre Bedürfnisse
hin abgestimmt sei. Offenkundig, so Doeblin, fehle es in Pressestellen
oft an der Sensibilität für den durch Rationalisierungen gewachsenen
Arbeitsdruck in den Redaktionen. Doeblin: "Nun trennt sich die
kommunikative Spreu vom Weizen".
Ein Zeichen der Zeit sei auch die gewachsene Bedeutung des Internet. Im
Vergleich zum Vorjahr habe die Zahl der Stunden zugenommen, die die
Journalisten mit der Recherche im Internet verbrächten. Das Internet
erleichtere den Journalisten zwar den schnellen Zugang zu
Informationen. Als Nachteil stelle sich aber der abnehmende persönliche
Kontakt mit den Pressestellen dar. Der Besuch von Pressekonferenzen
werde für viele Wirtschaftsjournalisten zu einer Ausnahme. Darauf, so
Doeblin, müsste sich die Kommunikation der Unternehmen durch eine
"intelligente und effiziente Kombination von E-Mail und webbasierter
Kommunikation" einstellen.
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Pressekontakt:
Dr. Doeblin Gesellschaft für Wirtschaftskommunikation mbH
Großgeschaidt 179
90562 Heroldsberg
Telefon (0 91 26) 84 33
Telefax (0 91 26) 80 05
E-Mail: doeblin@wp-online.de
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